Die Börse – der Handelsplatz für Aktien
Wer mit Aktien gutes Geld verdienen möchte, muss das Marktgeschehen ständig im Auge behalten und an diesem teilhaben können. Die Börse, der Handelsplatz für Aktien, bietet Börsenmaklern diese Gelegenheit. An einer Börse treffen all diejenigen zusammen, die mit den gleichen Papieren handeln; sprich Aktienanbieter treffen auf ihre potenziellen Kunden. Angebot und Nachfrage bestimmen die Aktienkurse; diese werden täglich an der Börse ermittelt.
Wer darf an der Börse handeln?
An einer deutschen Börse, wie dem Frankfurter Parkett, dürfen ausschließlich registrierte Makler und Händler der Banken ihre Aktiengeschäfte durchführen. Der Handel mit Aktien ist eine heikle Angelegenheit; immerhin geht es bei diesen Wertpapiergeschäften täglich um Milliardenbeträge. Aus diesem Grund überwacht eine Börse genau, welche Menschen in ihren Räumlichkeiten Aktiengeschäfte durchführen. Die Kontrolle seitens der Börse dient dem Schutz vor Betrügern, die mit halbseidenen Geschäften den gesamten Aktienmarkt gefährden könnten. Die meisten Aktienhändler schließen jedoch nur einen Teil ihrer Geschäfte an der Börse auf eigene Rechnung ab. Vielfach stehen hintern ihnen große Auftraggeber, die ebenso überwacht werden. Sowohl Banken als auch Maklerbüros erfassen namentlich alle Wertpapiergeschäfte, die durchgeführt werden. Bei Missbrauch kann somit nachvollzogen werden wann und von wem welche Geschäfte getätigt wurden. Liegt der Verdacht nahe, dass irgendjemand unlautere Geschäfte tätigt, und andere übervorteilt, versucht die Behörde des Bundesaufsichtsamtes für Wertpapierhandel die Sachlage aufzuklären. Bisher konnte diese Behörde immerhin vier grobe Missbrauchsfälle vor Gericht bringen.
Indizes für die Erfassung der Börsenstimmung
Die zugelassenen Börsenmakler können an der Börse die Aktienpreise der jeweiligen Anbieter miteinander vergleichen. Wer an der Börse Erfolg haben möchte, muss immer am Ball bleiben und den Markt aufmerksam beobachten. Bei Sonderangeboten, sprich sogenannten Aktienschnäppchen, entscheiden oftmals nur Sekunden über Erfolg und Niederlage. Wer ein Sonderangebot an der Börse entdeckt, muss schnell zuschlagen.Die Indizes, wie z. B. der DAX (Deutscher Aktien Index) und „Dow-Jones“, helfen den Maklern die „Stimmung“ an der Börse zu erfassen. Der Dow-Jones z. B. wird täglich neu berechnet und umfasst 30 typische Unternehmen der USA. Diese fassen ein Fünftel des amerikanischen Aktienmarktes. Anhand dieser Indizes kann die gesamte Entwicklung eines Aktienmarktes abgelesen werden. Ebenso enthält der DAX die repräsentativsten deutschen Unternehmen, an die die meisten Kapitalanlagen gebunden sind. Deutsche Aktiengesellschaften bemühen sich immer mehr um eine amerikanische Börsenzulassung. Für jede Aktiengesellschaft, deren Wertpapiere in den USA, insbesondere an der Wall Street, gehandelt werden, ist dies ein enormer Imagegewinn. Denn nur liquide und extrem gut geführte Unternehmen werden an der New Yorker Börse zugelassen.
Die bedeutendsten Börsen der Welt
Börsen gibt es vielen Ländern: Zu den größten Börsen, die auch für den deutschen Markt wichtig sind, zählen die Londoner, Pariser, New Yorker und Tokioer Börse. Neben dem gewohnten Parketthandel, dem direkten Zusammentreffen von Anbieter und Käufer, hat sich seit den 80er Jahren noch eine weitere Form des Aktienhandels entwickelt: Der sogenannte Programmhandel, die elektronische Form des Aktienhandels. Durch die globale Computervernetzung können sich Makler auf einem virtuellen Markt treffen und per Mausklick von jedem beliebigen Standort aus ihre Geschäfte erledigen. Hierdurch ist ein Aktienhandel rund um die Uhr möglich geworden!
Fotobesitzer: Klaus Eppele – Fotolia
Aktien und Wertpapiere – eine klassische Anlageform
Wertpapiere wie etwa Aktien zählen zu den klassischen Anlageformen. Eine Investition in Aktien oder andere Wertpapiere kann äußerst gewinnbringend sein; vorausgesetzt man investiert genügend Zeit, um sich ein Erfolg versprechendes Wertpapier- oder Aktiendepot zusammenzustellen. In Aktien und Wertpapiere sollte nur jemand investieren, der für einen längeren Zeitraum auf sein eingesetztes Kapital verzichten kann. Ein gutes Basiswissen über die Börse ist ein unbedingtes Muss, um freies Kapital auf diese Weise gewinnbringend anzulegen.
Neuanleger benötigen starke Nerven
Die Direktanlage in Wertpapiere wie etwa Aktien verlangt ein solides Nervenkostüm. Anfangs können extrem schwankende Aktienkurse oder anfängliche Einbußen den einen oder anderen Neuanleger auf eine harte Probe stellen: Nur wer auch bei möglichen Startschwierigkeiten locker bleiben kann, sollte sich für eine Investition in Wertpapiere entscheiden. Wer sein Kapital in eine klassische Anlageform wie etwa den Wertpapieren anlegen möchte, steht vor der Qual der Wahl: Die Anlageformen sind hierbei so vielschichtig, dass es Neuanlegern schwerfällt die für ihn richtigen Wertpapiere ausfindig zu machen. Bevorzugt werden hierbei natürlich Wertpapiere mit geringem Risiko und größtmöglichen Gewinnchancen.
Aktien- oder Wertpapierfonds mindern das Verlustrisiko
Wer auf schnelle Gewinne abzielt, setzt meist auf einzelne Wertpapiere wie Erfolg versprechende Aktien. Jedoch besteht hierbei, ein hohes Risiko Verluste zu machen. Wer auf langfristige und zuverlässigere Investitionen abzielt, ist gut beraten auf Aktien-, Wertpapier- oder Investmentfonds zu setzen. Bei Fondsanlagen wird nicht in einzelne, sondern in verschiedene Aktien oder weitere Wertpapiere investiert. Viele Banken, Maklerbüros oder Investmentfirmen bieten fertige Aktien- oder Investmentfonds, gerade für Neuanleger, an. Dadurch, dass bei dieser Kapitalanlage gleich in mehrere Aktien oder weitere Wertpapiere investiert wird, mindert sich das Verlustrisiko mit zunehmenden Chancen auf höhere Gewinne.
Gewiss können auch Investmentfonds zu Verlusten führen, falls der zuständige Fondsmanager eine unglückliche Wertpapier- und Aktienauswahl getroffen hat. Auch eine globale Finanzkrise kann zu Verlusten führen. Langfristig stehen die Chancen auf lohnenswerte Gewinne jedoch gut: Ordnungsgemäß stellen sich diese meist nach 10 bis 15 Jahren ein. Investmentfonds mit verschiedenen Aktien oder Wertpapieren sind von daher nur als langfristige Kapitalanlagen sinnvoll.
Das Wertpapiergesetz schützt vor Scheinfirmen
Wer sein Kapital in Wertpapiere anlegen möchte, sei es in einzelne oder in Form von Wertpapierfonds, möchte sicher gehen, dass er seine Gelder ausschließlich seriösen Unternehmen überlässt. In Deutschland und der gesamten EU dürfen nur kontrollierte Unternehmen mit Wertpapieren aller Art handeln. Die Kontrolle ist per Gesetz geregelt und wird in Deutschland von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht durchgeführt. Die Überprüfung ist zwingend notwendig, um Scheinfirmen zu vermeiden, die sich am Geld anderer Menschen bereichern möchten. Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt unter anderem die Verhaltensvorschriften für Firmen, welche mit Wertpapieren handeln. Somit gibt es z. B. strenge Auflagen hinsichtlich der Gestaltung von Verkaufsprospekten. Erfahrungsgemäß können Falschinformationen in Prospekten schwerwiegende Folgen haben. Die korrekte Einhaltung der Rechtstellungen schützt vor falschen Rückschlüssen aufgrund fehlerhafter Informationen. Seit der Finanz – und Wirtschaftskrise erleben die klassischen Aktien einen rückläufigen Kurs bei deutschen Privatanlegern. Statt in Aktien wird vermehrt in festverzinsliche Wertpapiere investiert: Derzeit haben die deutschen Kapitalanleger nahezu 1,1 Billionen Euro in Form von Wertpapieren angelegt.
Fotobesitzer: parazit – Fotolia
